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Mittwoch, 21. November 2007

PlusMinus: "Riestern lohnt sich auf jeden Fall für den Staat."

Ein interessantes Interview, das alle Riester-Rente-Sparer aufhorchen lassen sollte...
Gefunden bei daserste.de:

"Riestern lohnt sich auf jeden Fall für den Staat"

Interview mit dem Sozialwissenschaftler Professor Meinhard Miegel

[plusminus: Herr Professor Miegel, die Gruppe derjenigen, in der Bundesrepublik, die unstete Erwerbsbiographien haben, dauerhaft niedrige Einkommen - ist das eine Gruppe, die eher wachsen oder konstant bleiben wird?

Meinhard Miegel: Diese Gruppe wächst ganz eindeutig. Wenn wir in der Geschichte ein Stückchen zurückgehen: In den 60er, 70er Jahren, hatten etwa zehn Prozent der Erwerbsbevölkerung unsichere Erwerbsverhältnisse mit in der Regel niedrigen Einkommen. Heute sind es 40 Prozent, und wir müssen davon ausgehen, dass schon in wenigen Jahren der Anteil bei 50 Prozent liegen wird und das weiter wachsend.

[plusminus: Mit was können diese Menschen im Rentenalter an Einkünften rechnen? Auf was kann sich diese Gruppe einstellen?

Miegel: Sie muss sich darauf einstellen, dass sie entweder Grundsicherung bezieht, oder dass sie von einer dritten Gruppe, wie Kindern und ähnlichen Personengruppen, unterhalten wird. Sie wird nicht in der Lage sein, mit ihrem Renteneinkommen ihren Lebensunterhalt im Alter zu bestreiten. Das ist ausgeschlossen.

[plusminus: Wir reden von Grundsicherung im Alter. Was ist das eigentlich? Das ist ein Begriff, der eigentlich noch nicht so sehr weit verbreitet ist.

Miegel: Seit einer Reihe von Jahren haben wir die Institution der Grundsicherung. Mittellose alte Menschen können Antrag auf Gewährung von Grundsicherung stellen. Das ist im Klartext Sozialhilfe im Alter mit einigen Besonderheiten. Ganz wichtig dabei ist, dass es kein Rückgriffsrecht bei den Kindern gibt oder bei sonstigen unterhaltsverpflichteten Personen. Es ist eine eigenständige Anspruchssituation für den alten Menschen. Und das ist etwas, was sich in den zurückliegenden Jahren durchaus als Form der Alterssicherung bewährt hat.

"Die Kluft kann ganz beträchtlich sein"

[plusminus: Inwieweit überschneiden sich die Themen Grundsicherung und private Altersvorsorge? Inwieweit muss ich tatsächlich, wenn ich mir jetzt Gedanken mache, um meine private zusätzliche Altersvorsorge, vielleicht auch diese Grundsicherung im Alter im Auge haben?

Miegel: Ja, der Einzelne muss wissen, was er durch private Vorsorgemaßnahmen noch ansparen kann an zusätzlichem Vermögen für das Alter. Die Kluft kann ganz beträchtlich sein. Wenn einer ein wirklich nur niedriges Erwerbseinkommen hat, dann hat er eine extrem niedrige Rente. Entsprechend groß ist die Lücke, die aufgefüllt werden müsste. Aber gerade diese Gruppe braucht keine besonderen Anstrengungen zu unternehmen, um jetzt diese Lücke zu füllen, denn die Grundsicherung wird in aller Regel höher sein als das, was sie durch Rentenanspruch und eigene Ersparnisse, eigene Vermögensbildung aufbauen kann.

[plusminus: Wie ist das dann einzuschätzen, wenn von verantwortlicher Seite, von Politikern gesagt, wird: Riestern lohnt sich für jeden, Riestern lohnt sich sogar für den Hartz IV-Empfänger?

Miegel: Riestern lohnt sich auf jeden Fall für den Staat. Denn wenn Menschen Vermögen gebildet haben, gleichgültig, vor welchem Hintergrund, dann trägt das Gemeinwesen später, wenn diese Menschen alt geworden sind, geringere Lasten, weil ja eine breitere Vermögensgrundlage vorhanden ist. Für den Einzelnen stellt sich die Rechnung ganz anders dar. Der Einzelne wird häufig feststellen müssen, dass sein Rentenanspruch plus das, was er sich da aufgebaut hat, immer noch unter der Grundsicherung liegt, und das heißt, er muss so oder so einen Grundsicherungsantrag stellen, und da macht es einen relativ geringen Unterschied, ob er nun sagt: Ich bekomme aus der Grundsicherung noch 100 oder 120 Euro oder ich bekomme 160 oder 200 Euro.

Anstrengungen für Einzelne oft sinnlos

[plusminus: Das heißt das ist eigentlich eine ganz individuelle Frage und jeder muss sich das anhand seiner individuellen Lebenssituation einmal durchrechnen. So pauschal kann man das gar nicht sagen, welche Altersvorsorge sich lohnt.

Miegel: Man kann keine pauschalen Aussagen machen, sondern jeder muss sich überlegen: Was werde ich wohl im Alter für Rentenansprüche haben, wie groß ist die Lücke und was muss ich an Sparleistungen erbringen, um diese Lücke zu schließen? Und dann werden viele Menschen, und ich fürchte, eine stark wachsende Zahl von Menschen, feststellen, dass ihr Rentenanspruch plus ihre private Vorsorge so dasteht, dass sie unterhalb des Grundsicherungsanspruches liegt, und damit die Anstrengungen, die sie da unternehmen, im Grunde genommen für sie persönlich sinnlos sind.

[plusminus: Wo werden diese Menschen vermutlich wohnen? In welchen Lebenssituationen sind sie? Ist das eher in der Großstadt, ist das eher im Osten, in einer Kleinstadt, auf dem Land? Wer wird vermutlich wirklich rechnen und hart kalkulieren müssen?

Miegel:
Eine Gruppe ist ganz eindeutig zu identifizieren, und das sind die Frauen. Denn die Frauen haben immer noch deutlich niedrigere Ansprüche als die Männer. Und insofern rechnet es sich für die Frauen häufig nicht, jetzt zusätzliche Sparanstrengungen zu unternehmen. In der Großstadt wird es sich seltener rechnen, weil dort die Grundsicherungsansprüche deutlich höher sind, als auf dem Land, das heißt die Zielgröße ist sehr viel schwerer zu erreichen als auf dem Land. Und dann gibt es noch dieses Gefälle zwischen West- und Ostdeutschland: In Ostdeutschland sind die Versorgungsniveaus an sich höher als in Westdeutschland, weil die Unterschiede zwischen den Grundsicherungen für einen Ostdeutschen Berechtigten und Westdeutschen verhältnismäßig gering sind, aber die Lebenshaltungskosten sind noch deutlich unterschiedlich.

Riester-Sparer entlasten das Gemeinwesen

[plusminus:
Wer es unter all diesen Voraussetzungen, unter all diesen Restriktionen und Überlegungen dann trotzdem macht und einen Riestervertrag abschließt. Was tut derjenige dann eigentlich.

Miegel: Nun ja, er entlastet das Gemeinwesen und das ist eine sehr noble Haltung, dass er sagt, ich will den Gemeinwesen, den Steuerzahler möglichst wenig zur Last fallen in meinem Alter. Insofern kann man das nur ermutigen. Aber wenn er einen Rechenstift in die Hand nimmt oder einen Taschenrechner, dann wird er sehr schnell feststellen, dass es sich für ihn individuell nicht gelohnt hat.

[plusminus: Kann man die Riesterrente im Sinne dieser Gruppe, über die wir gerade gesprochen haben, verbessern?
Nicht wirklich. Denn das würde bedeuten, dass man wesentlich höhere Subventionierungen vornähme. Wenn man die Riester-Rente, die Ansparphase hoch subventioniert, dann kann man sagen, das lassen wir alles, dann werden wir entsprechend höhere Grundsicherungsleistungen im Alter erbringen. Das ist also keine Sache, von der man sagen könnte, das ist ein Konzept, was jetzt zukunftsfähig ist.

Interview: Stefan Jäger

Sonntag, 30. September 2007

Edelmetalle: Sicherer Ort für Kapital

Gefunden bei sueddeutsche.de:

Sicherer Ort für Kapital
Goldene Zeiten
Die Krise an den Kreditmärkten weckt bei Anlegern uralte Ängste und führt zu einer Massenflucht in das Edelmetall.
Von Silvia Liebrich

Wer wissen will, wie die Stimmung an den Finanzmärkten ist, muss sich nur an den Goldpreis halten. Kaum ein Indikator gibt so zuverlässig Auskunft.

Der Blick auf die derzeitige Kursentwicklung des Edelmetalls macht deutlich: Die Nerven der Anleger liegen blank. Seit Juli ist die Notierung für eine Feinunze um etwa 100 Dollar auf mehr als 740 Dollar nach oben geschossen.

Damit ist Gold so wertvoll wie seit mehr als 20 Jahren nicht mehr. Seinen bisher höchsten Stand erreichte das Metall 1980 bei etwa 850 Dollar. Einige Experte gehen inzwischen davon aus, dass diese Obergrenze schon in den nächsten Monaten erreicht werden könnte.

Krise am US-Immobilienmarkt

Auf der Suche nach einem sicheren Ort für ihr Kapital flüchten private und institutionelle Investoren rund um den Globus scharenweise in Gold.

In den vergangenen drei Monaten ist so viel Geld in den Sektor geflossen wie selten zuvor in so kurzer Zeit. Auslöser für die Massenflucht ist die Krise am US-Immobilienmarkt, die immer weitere Kreise zieht.

Einige Experten warnen sogar, dass sie der Anfang einer Rezession der Weltwirtschaft sein könnte. "Das große Geld hat erst jetzt den Weg zum Gold gefunden", sagt Eugen Weinberg, Rohstoffanalyst bei der Commerzbank.

Allein der Street Tracks Gold Trust, der größte börsennotierte Edelmetallfonds in den USA, habe in diesem Zeitraum einen Nettomittelzufluss von drei Milliarden Dollar verzeichnet. "Das hat es lange nicht gegeben. Das Bedürfnis nach Sicherheit ist sehr stark", ergänzt er. Von April bis Anfang Juli habe der Fonds unter dem Strich noch einen Mittelabfluss verzeichnet.

Barren und Münzen knapp

Auch die Nachfrage nach Goldbarren und Münzen ist den Angaben zufolge so stark gestiegen, dass in der Branche Engpässe und Lieferverzögerungen befürchtet werden.

"Man sieht deutlich, dass Anleger nach Alternativen suchen", bestätigt Pierre Martin, der den Edelmetallfonds Gold Plus der DWS verwaltet. Auch sein Investmentfonds, der zu 90 Prozent in Gold und zu zehn Prozent in andere Edelmetalle investiert, verzeichnet reges Interesse. Das Gesamtvolumen liege inzwischen bei 400 Millionen Euro. Vor sechs Jahren, als Martin ihn übernommen hat, waren es 12 Millionen Euro.

Die Möglichkeiten für Privatanleger in Gold zu investieren, sind vielfältig. Wer den direkten Weg wählt, kauft Goldbarren oder Goldmünzen. Dabei fallen allerdings Kosten für die sichere Aufbewahrung an.

Anleger können aber auch in das Edelmetall investieren, ohne es physisch zu besitzen. Dafür kommen Terminkontrakte, Zertifikate oder börsengehandelte Fonds, sogenannte Exchange Traded Funds (ETF) in Frage. Mit dem Lyxor Gold Bullion Securities ist beispielsweise seit einigen Monaten ein Gold-ETF auf dem Markt, der auch an deutschen Börsen handelbar ist.

Aktien von Bergbaukonzernen

Daneben gibt es die Möglichkeit, in Einzelaktien von Bergbaukonzernen zu investieren. Für Privatanleger ist hier allerdings schwerer durchschaubar, wo die Risiken liegen.

Neben dem Goldpreis spielen bei Minenaktien diverse andere Faktoren eine Rolle bei der Bewertung, etwa die allgemeine Gewinnlage oder Investitionen in vielversprechende Lagerstätten. Die Erschließung neuer Vorkommen zählt zu den kostspieligsten Vorhaben, die es in der gesamten Wirtschaftswelt gibt.

Minenbetreiber konzentrieren sich zudem nicht nur auf Gold, sondern bauen auch andere Rohstoffe wie Platin, Kupfer oder Eisenerz ab.

Entscheidend für die Kursentwicklung von Bergbauaktien sind außerdem Übernahmespekulationen. Der Rohstoffsektor gilt als relativ fragmentiert im Vergleich zu anderen Branchen.

Rekord bei Übernahmen

Allein im vergangenen Jahr wurden Übernahmen und Fusionen im Wert von 140 Milliarden Dollar registriert. "Das ist ein neuer Rekord”, stellt Magnus Ericsson fest. Er ist Chef der schwedischen Raw Materials Group (RMG), die seit 20 Jahren internationale Bergbaufirmen analysiert. Ericsson rechnet 2007 mit einer weiteren Zunahme.

Wer in Goldaktien investieren, das Risiko aber lieber streuen und die Feinarbeit Experten überlassen will, für den sind Investmentfonds eine Alternative. Zumal viele Aktien von internationalen Bergbaukonzernen über deutsche Börsen für Privatanleger nur eingeschränkt zugänglich sind, vor allem wenn es sich um kleinere Werte handelt.

Eine Auswahl der größten Rohstofffonds, die schwerpunktmäßig in Aktien großer Goldförderer investieren, enthält die Tabelle unten.

Besser als der Vergleichsindex

Der mit Abstand größte Investmentfonds ist der World Gold A2 von Merrill Lynch, der ein Kapital von knapp vier Milliarden Euro eingesammelt hat. Er schneidet in der Tabelle sowohl auf Sicht von sechs Monaten als auch drei Jahren deutlich besser ab als der Vergleichsindex.

Der PEHQGoldmines, der in Deutschland gemanagt wird, ist mit einem Volumen von knapp 30 Millionen Euro der kleinste in der Gruppe. Auch er verzeichnete nach Firmenangaben in den vergangenen drei Monaten einen Mittelzufluss in Höhe von 20 Prozent des Gesamtkapitals.

Inzwischen hat der Goldpreis ein so hohes Niveau erreicht, dass einige Experten vor kurzfristigen Kursrückschlägen warnen. Die meisten sind jedoch vom Ausmaß der hohen Nachfrage überrascht und rechnen nicht mit einem dauerhaft niedrigeren Kurs. "Der Goldpreis wird weiter steigen, weil die Nachfrage im dritten und vierten Quartal weiter anziehen wird", meint der Commerzbank-Experte Weinberg.

Hochzeitssaison in Indien

In diese Zeit falle nicht nur das umsatzstarke Weihnachtsgeschäft, sondern auch die indische Hochzeitssaison, die in der Regel zu einem sprunghaften Anstieg der Nachfrage seitens der Schmuckindustrie führt. "800 Dollar und mehr ist noch vor der Jahreswende möglich", glaubt er.

Für einen weiteren Anstieg der Goldnotierungen spricht nach Ansicht von Experten, dass zugleich die Minenproduktion, die im vergangenen Jahr bei 2477 Tonnen lag, 2007 aller Voraussicht nach niedriger ausfallen wird.

Außerdem sieht es derzeit so aus, als ob einige Notenbanken nicht so viel Gold aus ihren Beständen verkaufen werden, wie ursprünglich angekündigt. Beide Faktoren tragen letztlich zu einer Verknappung des Angebots bei.

Vorausverkäufe reduziert

Daneben haben die meisten Goldproduzenten ihre Vorausverkäufe von Metall, das noch nicht abgebaut ist, weiter reduziert. Im Fachjargon werden solche Geschäfte als Hedging bezeichnet.

Diese Praxis sichert den Minenkonzernen über Jahre hinweg einen stabilen Geldzufluss, sie dämpft normalerweise aber den Goldpreis. Branchenführer Barrick Gold hat seine Hedging-Positionen inzwischen sogar ganz abgebaut, ebenso wie der viertgrößte Lieferant Gold Fields.

Der Brancheninformationsdienst GFMS stellt in seiner jüngsten Marktanalyse fest, dass das Volumen an Vorausverkäufen von Gold durch die Minenbetreiber auf das niedrigste Niveau seit 1995 gefallen sei. Insgesamt wirkt sich auch dies eher preistreibend aus, weil die Bergbaukonzerne ihre vorausverkauften Bestände wieder vom Markt nehmen und dabei als Goldkäufer auftreten.

Steven Lachance: "How to save for the future"

Gefunden bei 321gold.com:


How to save for the future

Steven Lachance
Posted on Sep 25, 2007

There are two fundamental problems with long-term financial planning under the regime of irredeemable currency. First, and most obvious, it is impossible to forecast the future purchasing power of money. Irredeemable currencies don't float, they sink. At what rate, though, is unknowable. Second, and less well understood, is the systemic reliance on intermediaries. Hold financial assets, for instance, and you are beholden to the leveraged broker or dealer with which you have an account. Eliminating risk means eliminating the middleman, but this has become increasingly impractical by design. An individual's future financial well-being depends to a large extent on dealing with these two problems successfully.

Stocks: Of the twelve original names in the Dow, only one remains: General Electric. Polaroid, Emery Air Freight, and Joe Schlitz Brewing, members of the Nifty Fifty, which famously drove the bull market of the early seventies, are long gone. Companies have life spans, and these need to be longer than your savings redemption period. But who has seen a stock certificate lately? Choosing a corporate survivor is not enough if your stock doesn't leave the books of a reckless broker. Today's leading Wall Street investment banks are financially vulnerable as never before. Investors are so leery of Bear Stearns, for example, that its bonds trade at a discount to Colombia, literally a banana republic in the midst of a perpetual civil war. If you own a stock in street name at a broker, as almost all individual equity investors do today, you will share the same fate as the middleman himself, no matter how conservative your stock selection. The only way to be free of intermediary risk is to register the stock in your name on the company's books and receive a physical certificate, which can be a very expensive proposition, or impossible altogether. The advantages of electronic stock ownership are manifold, but unattainable without relying on a highly suspect third party. The sole alternative to registering ownership in street name at the broker is direct registration with the company's transfer agent, but in most cases, the transfer agent is really just another broker.

Bonds: If you are what you eat, an economy is how it lends. The underlying ability of bond issuers to repay debt depends on what they've done with the money. Astonishingly, around two-thirds of the nearly $50 trillion in total credit market debt in the US was issued since 1995, most of which was used for unproductive purposes like financing the purchase of consumer goods and houses or to engage in financial speculation of every stripe. Economists call this type of debt non-self-liquidating because it does not result in an income stream for redemption. Bonds for this type of debt are, in effect, fundamentally worthless to begin with. They are programmed to default. How depends on who issued them. Bonds issued by companies as well as by state and local governments will default directly by a simple payment stoppage. Bonds issued by national governments will default indirectly by a repayment in devalued currency, which is still better than nothing at all. Unless, of course, your sovereign-backed bonds are in a fund or account managed by one of our now familiar middlemen whose financial position resembles a hedge fund, if that's not in fact what they are. As with stock certificates, it is better to keep the bonds in physical form in the depository of your choice, with the key in your own pocket.

Commodities: All the same intermediary risks that apply to stocks and bonds also apply to commodities. The broker from whom you bought your wheat or copper does not have silos or storage tanks. It just signs contracts that promise delivery of the real material, the possibility of which is purely theoretical. The creditworthiness of the issuer of these contracts, or derivatives, and of the broker with which you deal, can stand in the way of redeeming an account. In the past, you could readily take physical possession of stock and bond certificates and thereby eliminate the middleman. You could then sell them at a latter date, effectively accessing your savings, to whichever broker happened to still be in business. It was never practical to physically own pork bellies or West Texas Intermediate crude oil, which was why saving in the form of commodities was never commonplace. Governments, in the form of tank farms and the like, and companies, in the form of managed inventory, have periodically saved in commodities, but not individuals.

Real estate: Property is a means for an individual to own something of value without having an intermediary retain possession. When fully paid for and legally deeded, there are also no private claims that can be brought against it. The major consideration then is the timing of the purchase and the sale. The regime of irredeemable currency provides fertile ground for credit bubbles that can temporarily inflate real estate prices. If the purchase and sale of a property are in alignment with the credit cycle so that you buy high and sell low, this potentially effective saving vehicle can backfire. The minor consideration is the behavior of the state, or the government. You cannot, in fact, actually ever own property in the full sense of the word, although some societies have more respect for private ownership than others. From changes to building codes and property taxes perpetrated by local governments, to expropriation and forced eviction by national governments, a home is not necessarily a man's castle. That said, real estate still offers the individual saver more real security than stocks and bonds in a fund or account controlled by middlemen who have been permitted by financial regulators and encouraged by central bankers to gamble with other people's money. The drawback is that real estate is not transportable and can be highly illiquid.

Collectibles: As an asset class, collectibles are similar to real estate. Under the regime of irredeemable currency, they too rise and fall in tandem with the credit cycle; only price fluctuations tend to be far more extreme. Collectibles also can by held free-and-clear of the intermediaries from whom they're bought. To their credit, they are not particularly vulnerable to claims against their ownership, bogus or otherwise. Most collectibles are transportable but can face severe liquidity constraints. You can carry more wealth in the palm of your hand with a gemstone than any other tangible asset, but converting it to currency or trading it directly for a good or service will normally require proof of authenticity. Gemstones and other collectibles are generally only a suitable means of saving for the wealthy, assuming they are acquired at favorable prices near the bottom of a credit cycle.

Cash: Irredeemable currency is, by the force of law, perfectly liquid. The seller of a good or service literally has no choice but to accept it as payment. This characteristic fulfills one of the two requirements of money. The other, a store of value, is where the trouble starts. After having remained generally stable for more than a century, the dollar has infamously lost 97% of its purchasing power since the Federal Reserve was granted a monopoly over its production in 1913. A thirty year old wage earner saving for retirement would be ill advised to keep irredeemable currency under the mattress: at the present rate he could expect to have 80% or 90% of the purchasing power evaporate, if indeed the currency survives that long. Conveniently for financial intermediaries, the wage earner is compelled to deposit his savings in a bank, which, as the last decade has shown, will promptly lend them out irresponsibly for unproductive purposes. Thanks to changes to banking legislation in the mid-90s, called sweeping, the bank today will keep no more than 1% of the saver's deposit in its vault to meet redemption requests. For assuming this outrageous risk, the saver will receive an interest rate below the real rate of inflation, so he still cannot maintain the purchasing power of his savings over the long run through the use of a bank account. Consequently, it makes no sense to save in irredeemable currency. Temporarily hoarding cash may be a strategic option if you expect a significant decline in the price of other assets, but this is speculating not saving.

Some foreign currencies, usually identifiable by lower market interest rates and current account surpluses, may lose purchasing power more slowly than the dollar. If you are not in the jurisdiction in which they are issued, though, they can potentially be illiquid due to currency exchange and capital transfer controls. As a rule, they do not offer an easy fix to the malady that afflicts all irredeemable currencies, namely debasement through inflation.

The only currencies that retain purchasing power indefinitely are the monetary metals: gold and silver. The security of these currencies is abrogated in cases where the saver purchases a contractual claim on metal rather than metal itself. Investment certificates, ETFs, and shares in mining companies are normally fully exposed to intermediary risk. For a fund, the saver owns gold or silver only when he holds a stock certificate in his own name and the fund provides verifiable proof that it possesses physical metal, such as with individually allocated serial numbers and vault inspections. Although ownership of gold and silver can prevent a loss of purchasing power, they face moderate liquidity constraints. There are few venues left today for buying and selling physical precious metals and large quantities can be subject to duty when taken over national borders, unlike irredeemable currencies. Confiscation cannot be completely ruled out in the event of a crisis that threatens the existing currency regime. Since demonetization, the state has, in fact, pursued a not very clandestine war on gold. This is a war the state cannot win, but savers should remember that in every struggle, the victor suffers casualties as well.

The above illustrates that it is exceptionally difficult, perhaps even impossible, to save for the future under the regime of irredeemable currency. This is, of course, not an accident. The regime was designed and is presently managed with precisely this aim in mind. It's not a conspiracy, it's the law.

Steven Lachance
Tokyo, Japan
email: lachance@mail2world.com

Steven Lachance is a financial translator based in Tokyo. Over the last decade, he has worked for major European and Japanese investment banks, including Deutsche Bank Group, Commerzbank, Nikko Solomon Smith Barney, and Mizuho Securities.

Marc Faber: "How investors can beat hyper-inflation"

Gefunden bei FinanceAsia.com:

Faber: How investors can beat hyper-inflation
By Dan Slater | 24 September 2007

Commentator Marc Faber says investors could benefit from sky-high asset prices as the US stokes inflation.

In a typically bearish appraisal, author of the Gloom Boom and Doom Report Marc Faber advised investors on the last day of the CLSA Hong Kong forum on Friday to stock up on physical gold and rural real estate ahead of possible global conflicts and US stagflation (inflation without growth, last seen in the 1970s.)

Faber sees the US as a consumption giant unable or unwilling to make capital investments, with third-world infrastructure, and a tendency to binge on consumer goods actually produced by other people. He estimates the US GDP has shrunk from a 32% share of the world's GDP in 2000 to just 28% this year. He believes the rise of the Asian block is inexorable, and points out that in emerging markets, oil consumption is already greater than that of the G7 group of countries. The sale of semiconductor chips is also four times as great in Asia as that of semiconductor chips in the US.

Faber believes the conditions for a period of higher interest rates, low growth and high inflation are now with us, rooted in recent US policy.

Thus, he sees US GDP growth for the past several years as being based on consumer debt rather than savings and manufacturing prowess (as in Asia). He estimates total US credit market debt to be around 330% of GDP. The US current account deficit, which has swollen to 7% of GDP in 2007, compared to 2% in 1998, is also a reflection of America’s preference for consumption over production. That deficit has had the effect of pumping $800 billion of liquidity into the world economy, fuelling asset prices worldwide, and increasing the risk of a synchronised economic crash.

In the wake of the subprime fiasco, US growth is now under pressure, with the American consumer currently finding it difficult to maintain his dizzying levels of spending. Faber estimates that credit growth needs to accelerate just to maintain current growth levels. “But with the current account deficit no longer widening, and the market (rather than the Fed) imposing tighter lending standards, it’s hard to see where the growth will come from.”
In addition, he warns that credit problems in the financial sector will be repeated in the market for securitising credit cards and car loans.

Faber sees the US debt problem as beginning back in 2000, as the Y2K appeared to threaten a global information technology crisis. Interest rates were slashed from 6.5% to just 1%. Faber says that the economy had begun to recover by November 2001 – but that rates stayed rock bottom until June 2004. This created a massive liquidity-led growth spurt. “The low interest rates and current account deficit lead to an asset bubble not just in the US, but worldwide, and in all asset classes.”

Faber reckons the Fed under current and former chairman Ben Bernanke and Alan Greenspan has demonstrated breathtaking intellectual dishonesty. “When asset prices are going up, they appear to believe there is no reason to interfere. They only interfere when asset prices are going down. That’s a massively asymmetrical approach to the problem.”

An unchecked consumption credit binge can only lead to one thing: inflation, he points out. Faber takes issue with the US government’s definition of inflation, which he says greatly underestimates the problem. Core inflation conveniently does not include energy and food price rises. Faber reckons grocery prices have increased 6%, for example. But the Fed claims that 6% more groceries have been sold, which Faber believes unlikely. “It’s hard to be exact, but I estimate that for the people in this room inflation is running at between at 5%-10%."

And that is set to increase, given that the US consumer can no longer pick up the slack. The preferred solution will therefore be to print money, thereby injecting liquidity into the economy. As the supply of paper rises, the greenback’s value will sink.
Faber is cynical even about the interest rate hikes that lead to the 6.25% Fed fund rate before the most recent cut. “You had an expansion in money supply which easily made up for the higher rates.”

Faber reckons that the Fed has no stomach for a tight monetary policy because they have allowed things to become so bad that the real estate market and stock market would collapse, leading to a massive recession. In other words, the Fed should have acted far earlier. The effect of the weaker dollar will inevitably be to increase US inflation, since imports will become more expensive. Add raw material inflation caused by the China boom (especially oil, facing diminishing production), and a second driver for inflation joins the mix.

A likely solution for Faber is that the US retreats behind a wall or protectionism and capital controls. This would be devastating for international investors, whose money will be prevented from leaving. Faber therefore advises them to stay well clear. “In any case, the return on US assets has been inferior to the return on most foreign assets.”

Faber believes a sudden, massive devaluation of the dollar is unlikely. But foreign investors should worry given they hold 44% of all outstanding T-bonds. In passing, he knocked the claim that an appreciating Chinese currency would help solve the problem of the US current account deficit. “The yen was at 350 to the dollar in 1971. Now it’s at 114. And there is still a huge trade surplus with the US.”

In previous years, Faber has been willing to expound on his theories of the decline of the US ‘superpower’ – the ironic quotation marks are his. However, this year he confined himself to telling investors how they could ride out the storm of paper caused by the non-stop churning of Ben Bernanke’s printing presses.

His thesis is simple. As the Fed reneges on its traditional duty of domestic price stability, Faber reckons the US central bank is becoming ever more a standard bearer for Wall Street and for key indices such as the Dow and the S&P500.

If they ever look like falling, the Fed will simply accelerate the operations of the printing presses. When too much money is chasing too few assets, prices rise. However, in real terms, there is little point in buying US assets, points out Faber, who estimates that in Euro terms US growth has been anaemic, if not negative, since the late 1990s. “Investors have to look for assets which cannot multiply as fast as the pace at which the Fed prints money,” he says.

Consequently, gold is a great bet, along with other precious metals. Faber recommends actually holding physical gold in gold-friendly countries such as Hong Kong, India and Switzerland. He counsels against holding gold in the US for fear that it might be nationalised by the government. He is still bullish on other commodities in the face of global shortages and booming Asian economies. He’s also bullish, as it were, on war. “Rising commodity prices often trigger wars – which in turn cause commodity prices to go ballistic.”

One thing seemed to be clear from Faber’s speech. If things continue along the current trajectory, the argument that Western financial and information technology expertise is a substitute for Asian R&D, a high savings rate and engineering expertise will have been comprehensively discredited.

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Dienstag, 25. September 2007

Bankenkrise: Einlagensicherung in der EU

Gefunden bei der Financial Times Deutschland:

Wie die Anleger in Europa vor einem Bankenkollaps geschützt sind
von Tobias Bayer (Frankfurt)
Die Krise um den britischen Hypothekenfinanzierer Northern Rock hat die Sparer tief verunsichert. In vielen Ländern fragen sie sich: Ist mein Geld noch sicher? FTD-Online gibt einen Überblick über Einlagensicherungssysteme in der EU.

Eine britische Tageszeitung titelte entsetzt: "Nur 4,4 Mio. Pfund (6,3 Mio. Euro) in der Kasse des Reservefonds". Höchst beunruhigend, wenn man bedenkt, dass alleine Northern Rock Kundengelder in Höhe von 27 Mrd. Pfund verwaltet. Das Pfund verlor daraufhin deutlich gegenüber dem Dollar.

Doch die Aufregung ist nicht gerechtfertigt: Es ist nichts Neues, dass der britische Reservefonds nur über wenig Geld verfügt. Eine Studie der EU-Kommission kam im August vergangenen Jahres auf ein Volumen von 10,5 Mio. Euro. Der Deckungsgrad - das ist der Quotient aus Größe des Reservefonds und dem Gesamtanlagevolumen - lag laut der Brüsseler Behörde bei verschwindend geringen 0,0006 Prozent. Das Wichtige dabei: Die Größe des Fonds ist allein nicht aussagekräftig, da die Banken im Falle einer Krise Geld nachschießen.

Hier ein Überblick über die Einlagensicherungssystem in der EU-Mitgliedsstaaten:

Wie sehen die Regeln in der EU aus?
Seit 1994 gibt es eine Richtlinie zu den Einlagensicherungssystemen. Diese lässt den Mitgliedsstaaten großen Freiraum bei der konkreten Ausgestaltung. Folgende Standards müssen aber erfüllt sein: Privatanleger, kleine Kapitalgesellschaften und Personengesellschaft sind abgesehen von einigen Ausnahmen auf jeden Fall vor Ausfällen gesichert, der Mindestschutz eines Anlegers liegt bei 20.000 Euro mit einem maximalen Selbstbehalt von zehn Prozent. Derzeit wird die Richtlinie überprüft. Federführend ist dabei das European Forum of Deposit Insurers (EFDI), das 2002 gegründet wurde. Aus Deutschland vertreten sind die drei Bankenverbände und die Sicherungseinrichtungen.

Wie gut sind Einlagen in der EU gesichert?
Die Frage lässt sich nur schwer beantworten. Denn: Es gibt Ex-Ante- und Ex-Post-Systeme. Erstere sind vorfinanziert. Bei letzteren schießen die Banken im Krisenfall Geld nach. 59 Prozent der EU-Mitgliedsländer setzen auf eine Ex-Ante-Finanzierung, darunter auch Deutschland. 22 Prozent auf eine Ex-Post-Finanzierung. Dazu gehören unter anderem Italien und Großbritannien. Der Rest vertraut auf eine Mischung aus beiden Ansätzen. Bei Ex-Ante-Systemen liegt der Deckungsgrad bei durchschnittlich 0,57 Prozent.

Selbst bei Ex-Ante-Systemen kann aus dem Deckungsgrad jedoch nicht geschlossen werden, ob die Einlagen sicher sind oder nicht. Gerät eine Bank in Schieflage, sind nicht gleich alle Vermögenswerte vernichtet. Zum einen gibt es Auffanglösungen, das heißt das angeschlagene Institut wird von einer anderen Branchengröße übernommen. Oder: Im Falle der Liquidation werden bereits einige Forderungen zurückgezahlt. Kommt es zum Zusammenbruch, besteht zudem die Möglichkeit, dass der Reservefonds Fremdkapital aufnimmt.

Wie werden die Sicherungssysteme in den EU-Staaten finanziert?
In den meisten Mitgliedsstaaten bestimmen sich die Beiträge der Banken als fixer Prozentsatz der Einlagensumme. Laut einer EU-Umfrage bewegen sich die Beiträge zwischen 0,0175 Prozent in Belgien und 0,5 Prozent in Bulgarien.

Nur acht Sicherungseinrichtungen (darunter befindet sich auch ein deutscher Reservefonds) berechnen die Beitragszahlung anhand der Ausfallsgefahr der jeweiligen Bank. In Frankreich zum Beispiel wird ein Indikator verwendet, der die Liquidität, die operative Profitabilität und die Fristentransformation berücksichtigt. Fristentransformation ist ein Fachbegriff für eine Grundaufgabe der Banken: Sie nehmen kurzfristige Einlagen von Kunden auf und verleihen das Kapital langfristig. Aus der Zinsdifferenz schöpfen sie ihren Gewinn. Auch Italien wendet ein ähnliches Verfahren an. In Schweden richtig sich die Beitragszahlung nach der Eigenkapitalunterlegung der Banken.

Wie hoch ist der Einlagenschutz in den EU-Mitgliedsländern?
Belgien, Griechenland, Estland, Luxemburg, die Niederlande und Österreich beschränken sich auf den Mindestschutz von 20.000 Euro. Spitzenreiter sind die Italiener, die Einlagen bis in Höhe von 103.291 Euro versichern. In Großbritannien liegt der Wert bei über 51.000 Euro.

Wie funktioniert die Einlagensicherung in Deutschland?
Das Ersparte von deutschen Anlegern ist bis 20.000 Euro zu 90 Prozent durch das Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz (EAEG) abgesichert. Darüber hinaus haben sich die Banken zu einer Einlagensicherung verpflichtet, die je nach Sektor unterschiedlich funktioniert.

Sparkassen und Genossenschaftsbanken sind an sogenannte Einlagensicherungssysteme angeschlossen, die Insolvenzen von vornherein verhindern. Die Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) schützt stets zu 100 Prozent und ohne betragliche Begrenzung.

Im Sicherungssystem der Sparkassen wird ein kriselndes Institut von anderen gestützt, etwa durch Zuschüsse oder Darlehen. Reichen diese nicht aus, greift ein Fonds der Landesbanken und Girozentralen, bei denen eine sogenannte Sicherungsreserve vorgehalten wird. Sind auch diese Reserven erschöpft, setzt ein überregionaler Ausgleich aller Sparkassenstützungsfonds ein. Für Ansprüche, die vor dem 18. Juli 2005 entstanden sind, gilt darüber hinaus die Gewährträgerhaftung durch die öffentlichen Gebietskörperschaften wie Länder, Landkreise und Städte.

Bei Privatbanken sieht die Situation etwas anders aus. Bei ihnen liegt die Sicherungsgrenze bei 30 Prozent des haftenden Eigenkapitals des jeweiligen Instituts. Für die Deutsche Bank sind das zum Beispiel rund 7,6 Mrd. Euro. Einlagen jedes einzelnen Kunden bis zu dieser Höhe seien somit durch den Sicherungsfonds gedeckt, den die Mitglieder speisen.

Doch Kunden sollten bedenken: Zwar sei die "überwiegende Mehrzahl", jedoch nicht jede private Bank an diesem Sicherungsfonds beteiligt. Ob das Institut, dem man sein Erspartes anvertraut hat, dem Sicherungsfonds angehört und wie hoch die Sicherungsgrenze ist, erfahren Kunden auf der Internetseite des Bankenverbands.

Sonntag, 23. September 2007

"Euro am Abgrund?"

Am 17.9. habe ich in meinem Post "Edelmetalle: im "Mainstream" angekommen?" berichtet, dass mir in unserer regionalen Werbezeitung zum ersten Mal eine Anzeige für die physische Geldanlage in Edelmetallen aufgefallen ist.

Heute dann das gleiche Spiel - diesmal allerdings mit einem halbseitigen Artikel zum Thema "Finanzsystem und Wirtschaftskrise". Darunter dann wieder das Bild mit den Goldbarren, sowie 3 Punkte zum Thema "Verschuldung der Bundesrepublik Deutschland".

Hier der Artikel:

Finanzsystem kämpft mit wachsenden Belastungen

Euro am Abgrund?

Wie allseits bekannt, hat unser Finanz- und Sozialsystem mit wachsenden Belastungen zu kämpfen. Trotz anderslautenden Meldungen steigt die Staatsverschuldung unverändert und das Sozialsystem stuert zielgerichtet in den Bankrott. Diese Phänomene treten zurzeit weltweit auf. Unabhängige Wirtschaftswissenschaftler rechnen mit einer Weltwährungsreform, ausgelöst durch die massiv weltweit steigende Verschuldung, sowie durch den Einsatz von hochspekulativen Finanzderivaten. Allein die Staatsverschuldung der USA hat mittlerweile ein Ausmaß erreicht, dass eine Genesung gänzlich unmöglich geworden ist. Dieses "Welgeldproblem" lässt jede Banknote zu einem Schuldschein werden, der mit Zinsen finanziert werden muss. In diesem verzinsten Geldsystem mit einer nicht sachwerten Unterlegung kann hemmungslos neues Geld produziert werden. Alleine in den vergangenen vier Wochen haben weltweit die Notenbanken ca. Mrd. 600 Euro in die Kapitalmärkte gepumpt. Durch die Aussetzung des Goldstandards wurde eine unkontrollierte Ausweitung der Geldmenge möglich und führt somit zwangsweise in die Hyperinflation mit anschließendem Währungszusammenbruch. Das Problem für uns Euro-Investoren liegt darin, das global an sich nur eine Währung, nämlich der US-Dollar, existiert. Unser heutiges Weltgeldsystem besteht zu 80 Prozent aus US-Dollar und zu rund 20 Prozent aus anderen Währungen der Welt. Währungsreserven bestehen in der Regel aus Dollar-Beständen. Somit besteht auch der Euro durch seine Hinterlegung aus 80 Prozent US-Dollar.
Sollte die US amerikanische Währung crashen, brechen logischerweise auch alle anderen Weltwährungen zusammen. Das Argument "Wenn der Dollar kollabiert, steigt der Euro, der Schweizer Franken oder sonst irgendeine Währung" ist einfach falsch, denn der Euro ist eine "Dollarwährung"!
Wer seine Euros nur in Papieranlagen investiert (z.B. Sparbücher, Festgelder, Bundesschatzbriefe, Wachstumszertifikate, Versicherungen, Rentenfonds, diverse Aktien- und Aktienfonds, Finanzderivate, sowie sämtliche Zertifikate und Bargeld), wird mit seinen Verlusten die "Umstrukturierung" des Finanzsystems mitfinanzieren. Nur die Investitionen in reinen Sachwerten wie Edelmetalle, Grundstücke, Immobilien und bestimmte Unternehmensbeteiligungen, sind ein Vehikel, um weitestgehend schadlos durch diese Wirtschaftskrise zu kommen.

Dienstag, 18. September 2007

Bankenkrise: wirklich mit Netz und doppeltem Boden?

Im vorangegangen Post zum Thema "Deutschland fürchtet eine Bankenkrise" wurde als eine Beruhigungsmassnahme folgendes von Stefan Jokl, Sprecher des Verbands der privaten Bausparkassen, gesagt:


Bauspareinlagen sind in der Bundesrepublik in voller Höhe abgesichert, da die hiesigen Institute den jeweiligen Sicherungsmechanismen angeschlossen sind. Die privaten Geschäftsbanken haben seit der Pleite der Herstatt-Bank im Jahr 1976 den Einlagensicherungsfonds. Diese "Vollkasko-Versicherung" schützt Kundeneinlagen in Milliardenhöhe. Bei den Sparkassen sowie den Volks- und Raiffeisenbanken greift eine Institutshaftung: im Falle eines Engpasses springen die anderen Institute ein.

Genau zu diesem Thema gab es bei hartgeld.com am 15.09. eine interessante Diskussion, denn es gibt offenbar Fälle, in denen diese Haftung nicht greift:

Leserzuschrift zu Einlagensicherung in Deutschland:

anbei ein Zitat zu den Äußerungen von Herrn Weber ("Bundesbank beruhigt deutsche Sparer") aus der Netzeitung / Systemkrise heute:

"Das Sicherungssystem greift nicht ein im Fall einer allgemeinen Krise der Geldwirtschaft."

"Wenn ein Bankenzusammenbruch einen Fonds überfordert oder gar das Bankensystem als solches in seinem Bestand gefährdet, ist es Sache der Regierung bzw. des Gesetzgebers zu entscheiden, wie ..... dem Problem begegnet wird."

Deutsche Bundesbank, Monatsbericht Juli 1992 S. 4 und 5 zu dem Thema "Einlagensicherung in der Bundesrepublik Deutschland"

das hört sich jetzt irgendwie anders an... Aber OK, verlassen würde ich mich auf diese Einlagensicherungsfonds ohnehin nicht, denn wenn wirklich das gesamte System in's Wanken kommt, ist Papier vermutlich noch geduldiger als in "normalen" Zeiten...

Welt Online: Deutschland fürchtet eine Bankenkrise

Laut einem Artikel in der Welt Online werden auch hier in Deutschland die Anleger ob der Bilder aus England unsicher, was die Sicherheit ihres Geldes angeht.

Ich stimme einigen Kommentaren zu diesem Artikel zu, die davor warnen in Panik zu verfallen, denn: was die Banken gerade JETZT am allerwenigsten gebrauchen können, sind Überweisungen zu vermeintlich "sicheren" Konten oder gar Barabhebungen in riesigen Mengen - das würde die ohnehin angespannte Situation nur verstärken und unter Umständen sogar eine Spirale in Gang setzen, die sich so schnell nicht mehr stoppen lassen würde - zumal momentan auch nichts darauf hindeutet, dass eine deutsche Bank wirklich in massiven Schwierigkeiten steckt. Bisher gibt es lediglich Hinweise, dass auch hiesige Banken ihre Finger direkt - oder indirekt im Subprime-Sumpf haben. Wie gross die daraus resultierenden Probleme nun tatsächlich sind, kann momentan keiner sagen. Man kann nur erahnen, dass die Lage kritischer ist, als die ganze Zeit von diversen Seiten propagiert, wenn selbst der Herr Sanio lieber gar nicht genau wissen will, was hinter den Kulissen so gespielt wird...

Unabhängig davon ergibt sich bei zu viel Bargeld zu Hause ein weiteres Problem - nämlich dann, wenn es denn wirklich so kommt, wie einige "Schwarzseher" eine Hyperinflation aufziehen sehen: in diesem Fall nämlich könnte man seine jetzt in Panik gehorteten Euros nur mehr zum Kamin anzünden benutzen, da praktisch wertlos.
Allerdings: ganz so blauäugig und mit "Banken- / Politikervertrauen" sollte man sich auch nicht in die kommenden Monate / Jahre stürzen. Deshalb auch mein Hinweis von gestern, dass man sich ruhig mal etwas mehr Bargeld zu Hause halten sollte (allerdings natürlich NICHT seine gesamten Ersparnisse), sowie sich ein paar Silber- und Goldmünzen "gönnen" sollte (auch hier natürlich NICHT "alles abheben und dann zum nächsten Münzhändler", sondern nur einen kleinen Teil investieren).

Hier nun der Artikel aus der Welt Online (Hervorhebungen von mir hinzugefügt):


17. September 2007, 18:21 Uhr
Von Daniel Eckert und Holger Zschäpitz
Deutschland fürchtet eine Bankenkrise
Die Bilder verheißen nichts Gutes: Menschen stehen vor Bankfilialen an, um ihr Erspartes zu retten. Die meisten Deutschen kennen das, was sich in Großbritannien abspielt, nur aus Geschichtsbüchern. Doch die deutschen Sparer sind zunehmend verunsichert.

Die Bilder von besorgten Sparern, die vor Bankfilialen Schlange stehen, um ihr Erspartes in Sicherheit zu bringen, haben in Deutschland Urängste geweckt. Zwar spielen sich die Panikszenen bisher nur in Großbritannien ab, wo alarmierte Kunden von Northern Rock sämtliche Spareinlagen abziehen. Doch auch hierzulande ist das Vertrauen in das Finanzsystem so stark erschüttert wie seit Jahrzehnten nicht.

"Niemals hätte ich gedacht, dass ich in Europa so etwas erleben würde", sagt der Finanzguru Roland Leuschel, "für die Bankenwelt gibt es nichts Schlimmeres als eine Massenpanik". Seinem in England lebenden Sohn hat der 70-Jährige nach eigenen Angaben geraten, sein Geld schnellstens von Northern Rock abzuziehen. "Die letzte große Bankenkrise mit Warteschlangen gab es Anfang der 30-er Jahre. Die meisten kennen das nur aus der Geschichte. Daher ruft es ein ganz mulmiges Gefühl hervor, das jetzt selber live im Fernsehen sehen zu müssen."

"Können uns vor Anrufen kaum retten"
Von einer angespannten Lage wissen auch die hiesigen Banker zu berichten. "Es geht hoch her. Wir können uns vor telefonischen Anfragen verunsicherter Anleger kaum noch retten", sagt Stefan Jokl, Sprecher des Verbands der privaten Bausparkassen. Alle wollten wissen, wie sicher ihr Geld ist. Schließlich hätten die Bausparkassen ja auch mit Immobilienfinanzierung zu tun. Und Immobilien, Hypotheken und Finanzierungen ließen bei vielen die Alarmglocken schrillen.

Jokl kann zumindest seine Klientel beruhigen: Bauspareinlagen sind in der Bundesrepublik in voller Höhe abgesichert, da die hiesigen Institute den jeweiligen Sicherungsmechanismen angeschlossen sind. Die privaten Geschäftsbanken haben seit der Pleite der Herstatt-Bank im Jahr 1976 den Einlagensicherungsfonds. Diese "Vollkasko-Versicherung" schützt Kundeneinlagen in Milliardenhöhe. Bei den Sparkassen sowie den Volks- und Raiffeisenbanken greift eine Institutshaftung: im Falle eines Engpasses springen die anderen Institute ein. "Es gibt über alle drei Banksäulen hinweg sehr gute Einlagensicherungssysteme", resümiert Bankenexperte Wolfgang Gerke.

Vorsicht bei Zertifikaten
In weit weniger komfortabler Lage sind die Kunden von Geldhäusern außerhalb dieser Sicherungssysteme. Dazu gehören viele ausländische Institute, die bei Deutschlands Sparern zum Beispiel wegen guter Tagesgeld-Konditionen populär sind. Hier greift lediglich die gesetzliche Entschädigungseinrichtung, der zufolge 90 Prozent der Einlagen geschützt sind, und das auch nur bis zu einem Betrag von maximal 20.000 Euro.
Vorsicht ist aber auch bei Zertifikaten geboten. Zwar gehören Derivate wie auch Aktien, Anleihen oder Fonds zum sogenannten Treuhandvermögen. Sprich: Selbst wenn die verwahrende Bank Pleite geht, sind die Wertpapiere in uneingeschränkter Form geschützt. Da Zertifikate jedoch nichts anderes darstellen als Inhaberschuldverschreibungen von Geldhäusern, können diese bei einer Insolvenz des Emittenten im schlimmsten Fall wertlos werden. Denn wäre es auch egal, ob das Zertifikat auf den Dax, eine Biotech-Aktie oder den Weizenpreis lautet.

Opfer der Vertrauenskrise
Northern Rock zeigt beispielhaft, dass eine Finanzkrise schnell eine Eigendynamik entwickeln kann. Anders als die Pleite gegangenen Baufinanzierer in den USA hat das Institut nicht wegen zu laxer Kreditvergabepraktiken, also Managementfehlern, Probleme bekommen. Vielmehr hat das 1,4 Millionen Kunden zählende Geldhaus, vom dem jede 13. britische Eigenheim-Finanzierung stammt, ein Opfer der Vertrauenskrise geworden.

Northern Rock bekam in schweren Zeiten kein Geld mehr von anderen Banken, weil sich die Institute untereinander nicht mehr trauen. Eine Bank kann damit die gleiche Bredouille geraten wie ein Privatkunde, dessen Dispo von jetzt auf gleich gestrichen wird. "Durch Northern Rock wurde die Krise weiter angeheizt. Es zeigt, dass das noch lange nicht ausgestanden ist", sagt Gerke.

Montag, 17. September 2007

Edelmetalle: im "Mainstream" angekommen?

Gestern fiel mir in unserem "Feld- Wald- und Wiesenblättchen", in dem eigentlich nur regionale Dinge stehen, eine Anzeige eines Finanzdienstleisters aus der näheren Umgebung auf, der sich "eigentlich" um die Finanzierung von Hausbau und Immobilienkauf spezialisiert hat. Allerdings nahm der grösste Teil der Anzeige ein Foto von Goldbarren ein - mit der Überschrift (sinngemäss) "Sichern Sie sich Ihr Erspartes"... Das hatte mich dann doch ein wenig überrascht - oder besser "erschreckt", denn in der lokalen Presse waren solche Dinge wie "Hypothekenkrise", "Kreditkrise" oder "Investment in Edelmetalle" noch kein Thema gewesen und auch Anzeigen wie die o.g. sind mir bisher keine untergekommen.

Meine persönliche Erfahrung bisher:
selbst Mitmennschen, denen schon aufgefallen ist, dass der Goldpreis die letzten Jahre stark gestiegen ist, sind nicht willens, diesen Anstieg zu hinterfragen und degradieren die amerikanischen Probleme im Immobiliensektor zu einem non-event. Wenn man dann versucht, die Leute davon zu überzeugen, wenigstens minimalste Vorkehrungen zu treffen, z.B. etwas mehr Bargeld zu Hause halten, wird man mitleidig belächelt und beim Thema "alternative Anlagemöglichkeiten", wie z.B. in Gold und Silbermünzen, ist der Standardspruch: "wir haben doch ohnehin kein Geld am Monatsende übrig" => die Inflation lässt grüssen ;o)

Nach knapp einem Jahr Stöbern bzgl. "Immobilienblase" und "globaler Finazkrise" bin ich mir ziemlich sicher, dass unser Finanzsystem so nicht weiterexistieren wird. Ich bin zwar nach wie vor davon überzeugt, dass sich das System länger halten wird, als diverse "Crash-Propheten" es voraussagen - aber wann es einen Umbruch geben wird - und wie sich dieser dann zeigen wird, lässt sich meiner Meinung nach nicht sagen. Wenn es also Leute gibt, die trotzdem erzählen "bis Ende des Sommers" oder "bis Ende 2007", dann sollte man solche Aussagen - und alle weiteren Kommentare dieser Personen - mit entsprechender Vorsicht geniessen.

Unabhängig davon sollte man sich aber für "schlechtere Zeiten" wappnen - dazu zählen z.B.

  • nach Möglichkeit keine Schulden machen / keinen Kredit aufnehmen
  • sukzessive jeden Monat ein paar EUR Bargeld beiseite legen, um sie "griffbereit" zu haben
  • nach Möglichkeit regelmässig einen bestimmten, kleineren Betrag x in physische Edelmetalle (Gold- / Silbermünzen) investieren
  • auf den Seiten des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe checken, ob man die wichtigsten Punkte in seinem eigenen Haushalt berücksichtigt hat